Die Arbeit mit dem farbigen Glas für diese Vitrine beruht auf einer langen Beschäftigung und Leidenschaft für das Licht in gotischen Kathedralen und Kirchen der Moderne.
Das hier verwendet Glas ist ein mundgeblasenes Antikglas in 3 Farben mit seiner klassischen Struktur. Die Farbvariation ist kühl gehalten um sich von dem umgebenden Raum zu differenzieren und verläuft vom dunklen Blau zum kräftigen Grün und Hellblau. Die Gläser sind bewusst rahmenlos mit einander verbunden um einen fließenden Übergang der Farben zu ermöglichen, sowie kein weiteres Material mit einfließen zu lassen. Der gläserne Raum bildet so einen unabhängigen Raum im Raum, ein eigenständiges Objekt. Paradoxe ist die Präsentation von einer Glasarbeit in der Dunkelheit. Glas lässt Licht von außen in den Raum fallen, hier ist es umgekehrt, das künstliche Licht reflektiert auf der am Boden im Raum liegenden in Längsrichtung gebürsteten Edelstahlplatte und spiegelt das Glas in einer ungewöhnlichen Richtung von Innen heraus. So entsteht im Glasraum am Tage durch natürliches Licht und bei Nacht mit künstlichem Licht eine gegensätzliche Bewegung.
´In einem Atemzug gesprochen (es heißt, siebzehn Silben seien das Maß eines Atemzugs), spontan direkt zielt das Haiku nach diesem Ganzen`.





